In Hinterzarten

„Mariä Himmelfahrt“ ist eine lebendige Gemeinde. Dennoch: Als im Mai 2019 bekannt wurde, dass sechs Schweizer Theologinnen aus der Kirche ausgetreten waren und Frauen eine überregionale Streikwoche ausgerufen hatten, organisierten bei uns sieben Frauen, die „alle auf ihre Weise in der Gemeinde engagiert“ sind, einen „Draußen-Gottesdienst“. „Wenn eine(r) alleine träumt …“, haben wir am Feuer vor der Kirche gesungen.

Dass viele den Traum von einer lebendigen, gerechten Kirche mitträumen, erfahren wir seither, wenn wir unter dem Motto „Wir bleiben im Gespräch“ vor und nach den Sonntagsgottesdiensten mit Stehtisch, Stellwand und Infomaterial vor der Kirche sind: Urlauber*innen haben uns von ihren Glaubenssorgen und -nöten erzählt. Menschen aus unserer Gemeinde sind mit uns und untereinander ins Gespräch gekommen über den Missbrauchsskandal, die Rolle der Frauen in der Kirche und vieles mehr.

Natürlich gab es auch einige, die der Initiative skeptisch gegenüberstanden. So gestalteten wir ein „Ideen-Café“ und einen Maria-2.0-Infoabend. Viele über 70-Jährige kamen, die in jungen Jahren für Veränderungen in der Kirche gekämpft hatten … Von der durch Maria 2.0 initiierten Nachtwache beim Synodalen Weg in Frankfurt waren wir bewegt und bereichtert. Ähnlich lebendig und vielfältig erging es uns bei unserer „Wanderung mit Weitblick“ am Weltfrauentag.

Im Mai haben wir mit unserem Stationenweg Menschen angesprochen. Weitere Aktionen sind geplant – für eine lebendige Zukunft.

Maria 2.0- Gruppe Hinterzarten

Der Blick geht über den Kirchturm hinaus. Foto: privat
Der Blick geht über den Kirchturm hinaus. Foto: privat