In Meschede

Plötzlich waren sie da, diese Maria-2.0.-Frauen aus Münster. Ihre Forderungen sprachen vielen von uns aus dem Herzen. Es gab und gibt bei uns keine eigene Maria-2.0-Gruppe – wir sind alle kfd-Frauen.

Im Mai 2019 legten unsere Frauen – unterstützt von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand – ihre ehrenamtlichen Kirchenämter nieder, wir betraten kein Gotteshaus. Dafür organisierten wir einen Gottesdienst vor den Kirchentüren – mit 200 Gottesdienstbesuchern! Aus der anschließenden Diskussion entstand ein Forderungskatalog – von Frauen und Männern –, der an den Pfarrer des Pastoralverbundes übergeben wurde.

Zwei Mal informierten wir mit Infoständen auf dem Markt über Maria 2.0. Dort gab es zum Teil kontroverse Diskussionen. Trotzdem sammelten wir rund 350 Unterschriften für die Forderungen nach einer geschlechtergerechten Kirche. Gemeinsam mit den Hauptamtlichen erarbeiteten Frauen eine Dialogreihe für den Pastoralverbund. Auch dort stritten konservative und fortschrittliche Katholiken über die Stellung der Frau und der Laien allgemein.

Was ist geblieben? Im Januar sollten die Ergebnisse zurück in die Gremien gehen und weiterentwickelt werden. Dort sind sie bis jetzt versandet. Der Schwung ist zurzeit raus. Man könnte befürchten, Corona hat die Zukunft der Kirche ausgebremst.

Angelika Haude, Conny Berkenkopf, Katharina Schulte, Monika Remmel, Petra Schemme und Ute Tolksdorf

Beim Gottesdienst: Rückhalt für Maria 2.0. Foto: privat
Beim Gottesdienst: Rückhalt für Maria 2.0. Foto: privat